Ayurveda – ein Weg zu mehr Bewusstsein für Lebensmittel

Im Ayurveda gibt es keine starren Gesetze und Regeln, die einem vorschreiben, wie man sich zu ernähren hat und er orientiert sich auch nicht an Kalorien, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine u.s.w. . Er gibt lediglich Empfehlungen.

Wichtigste Regel im Ayurveda: Man soll Freude am Essen haben und das zu sich nehmen, was der Körper verlangt und was ihm gut tut. Wichtig ist zu lernen, sich bewusst wahrzunehmen und zu erfassen, welches Lebensmittel tut mir wirklich gut und welches nicht?

Doch die meisten von uns haben nicht gelernt, darauf zu hören, was uns wirklich gut tut und was nicht. Mit der Erziehung im Elternhaus wurde uns vorgeschrieben, was und wieviel wir wann zu essen haben, so dass wir ein Gefühl für Essen nicht wirklich entwickeln konnten. Wurden die Lebensmittel vorwiegend im Discounter eingekauft, haben wir überhaupt keinen gesunden Geschmackssinn mehr für qualitatives Essen. Essen ist mehr als nur ein Hungergefühl, unsere Langeweile oder Stress zu stillen.

Ayurveda möchte den Menschen motivieren, wieder Bewusstsein für den Umgang mit Nahrungsmitteln zu entwickeln. Welche Lebensmittel möchte ich kaufen? Wo kaufe ich sie? Wie bereite ich sie zu und wie nehme ich die Nahrung zu mir? Es geht um Achtsamkeit bei der Auswahl und den Umgang mit der Nahrung, die wir zu uns nehmen. Aufmerksamkeit beim Essen, damit sich die Energie in unserem Körper entfalten kann. Nahrung ist ein wichtiger Energielieferant und somit konzentriert sich Ayurveda auf die Qualität der Nahrung. Wieviel Licht enthält die Nahrung, oder wie tot ist sie. Ich kann zwar viel essen und trotzdem nicht satt sein.

Die Art wie der Mensch sich ernährt, spielt eine entscheidende Rolle im Ayurveda. Der klassische Satz: „Der Mensch ist, was er isst.“  hat auch hier seine Gültigkeit.
Wir können uns mit Lebensmittel gesund machen. Wir können uns aber auch mit Lebensmitteln krank machen. Alles, was wir essen und trinken beeinflusst unser Dosha und damit unsere Gesundheit, unser körperliches und geistiges Empfinden.

Ayurveda geht auf die Individualität des einzelnen ein. Es geht darum mit allen Sinnen zu essen. Nicht alles, was für den einen gut ist, muss auch für den anderen richtig sein (z.B.: Rohkost). Deshalb ist es wichtig, ein Gespür für sich zu bekommen, was tut mir wirklich gut und was nicht? Wie sind die Reaktionen von Körper und Geist, wenn ich das und das esse?
Esse ich zu viel oder zu wenig? Lieber weniger als mehr. Das kann der Körper viel besser verarbeiten.

Oft fühlen wir uns nach dem Essen müde und geplättet und könnten uns am liebsten nach dem Essen gleich schlafen legen. Das ist eindeutig ein Zeichen dafür, dass das Lebensmittel uns zu stark erdet und auch ungesund für unseren Körper ist.

Auch frage dich mal, wie geht es dir am anderen Tag, wenn du früh aufstehst? Stehe ich in der Früh beschwingt auf, oder bin ich eher kaputt und müde? Bin ich steif oder beweglich in den Gliedern. Habe ich am Morgen einen schweren übelriechenden Atem, oder rieche ich vielleicht am Morgen ganz angenehm? Das ist oft ein Zeichen dafür, dass wir am Abend zu vor zu schwer gegessen haben.

Es ist wichtig, die Nahrung nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern als ein Geschenk der Natur zu betrachten. Zeige eine innere Haltung der Dankbarkeit. Gerade in der heutigen Zeit, ist die Qualität der Lebensmittel sehr fragwürdig. Die Nahrung ist heutzutage als wertvolles Gut zu betrachten. Darum erfreue dich über das Aussehen und die Qualität der Nahrung. Entsprechend der Qualität der Nahrung, ist der Mensch gesund oder auch nicht.

Interessierst du dich für die ayurvedische Ernährung, dann findest du hier eine Veranstaltung zum Thema: “Tipps und Tricks der ayurvedischen Ernährung”.

</a