Ayurveda Massage – ein Energieaustausch zwischen Kunde und Masseur

Eine ayurvedische Massage ist mehr als nur eine Massage. Es geht um das Einfühlen in den Kunden. Was braucht er gerade? Wo sind seine Schwachstellen? Der Masseur  tritt über die Berührung durch seine Hände in Kommunikation mit Körper und Seele des Kunden. Auf der einen Seite -der Masseur gibt, der Kunde empfängt. Und dabei ist wichtig zu schauen, wieviel ist der Masseur bereit zu geben und wieviel ist der Kunde bereit zu empfangen. Wenn der Masseur viel gibt, dann verausgabt er sich bei Zeiten sehr  schnell. Was natürlich sehr schlecht für seine Gesundheit und für die Behandlung des Kunden wäre.  Andererseits sollte der Kunde die Massage genießen können, ohne dabei schlechte Gedanken zu haben. Er will sich ja nach der Massage vollkommen gut und energiegeladen fühlen.

Genauso ist es auch umgekehrt.  Wenn der Kunde bereit ist zu empfangen, dann gibt er auch ab. Und der Masseur muss dabei aufpassen, inwieweit er jetzt von dem Kunden aufnehmen möchte, oder in der Umwelt verpuffen lässt. Ein guter Masseur möchte wissen, wie ist der seelische und körperliche Zustand des Kunden. Auf was muss er  achten und was kann er dem Kunden Gutes tun, dass sein seelischer und körperlicher Zustand, sowie sein Geist sich während der Massage entspannen und sich der Kunde noch Tage nach der Massage gut fühlen kann.

Es findet also somit ein Energieaustausch statt. Das heißt nicht, dass der Masseur dabei immer gute Energie gibt, und der Kunde schlechte Energie abgibt. Im Idealfall sollte es so sein. Aber auch der Masseur ist nur ein Mensch wie jeder andere, der sowohl mal positive als auch negative Energien in sich trägt. Deshalb ist es immer wichtig, auch als Kunde darauf zu schauen, von wem lasse ich mich massieren? Und es sollte auch in der Pflicht des Masseurs liegen, sich regelmäßig von den umliegenden  und empfangenen negativen Energien zu reinigen.  Gerade wenn er sehr viele Massagen macht, erfordert es vom Masseur eine regelmäßige Reinigung, so dass er stark in seiner stabilen Energie bleiben kann, das heißt, dass er körperlich, geistig und seelisch gesund bleibt.

Als ayurvedischer Masseur, der in der Regel recht lange Massagen macht, kann man und sollte man auch, sich den Luxus nehmen, sich zwischen den Massagen eine Pause zu gönnen, um sich wieder zu akklimatisieren und frisch und ausgeruht für den nächsten Kunden zu sein, so dass man auch noch spät abends Massagen machen kann und auch der letzte Kunde das Gefühl hat, er ist der erste Kunde an diesem Tag ist.

Masseure, die es gelernt haben, in einer stabilen Energie zu bleiben, was in der Regel nur sehr wenige können, können sehr viele Massagen machen, ohne unter einem Energieverlust zu leiden. Aber auch da ist zu unterscheiden. Ist er in einer stabilen Energie, die von einer starken inneren Liebe getragen wird, oder ist er eher ein Masseur, der zum Kunden Abstand hält, bei Zeiten eine Schutzmauer angelegt hat und einfach seine Arbeit macht, ohne irgendetwas vom Kunden zu erfassen? Aber wie in jeder anderen Situation gilt auch hier das Resonanzprinzip. Gleiches zieht Gleiches an. Bin ich als Kunde nicht so interessiert, mich zu öffnen, dann bin ich mit einem Masseur zufrieden, der nur seine physische Arbeit verrichtet. Bin ich ein Kunde, der sehr viel Feingefühl hat, dann möchte ich das auch von meinem Gegenüber (mein Masseur) erspüren. Somit findet jeder Kunde auch seinen Masseur, der zu ihm passt.